Long Covid · ME/CFS · Neurochemie

Wenn das Gehirn nicht abschaltet

Was Glutamat und GABA mit Long Covid und ME/CFS zu tun haben könnten – und warum sich Betroffene oft „wired but tired" fühlen.

Lesezeit ca. 9 Min. Wissenschaftlicher Hintergrund Aktuelle Forschung 2025/26

Sie sind erschöpft bis in die Knochen. Trotzdem finden Sie keinen Schlaf. Geräusche schmerzen. Licht blendet. Das Gehirn rast, obwohl der Körper am Ende seiner Kräfte ist. Englischsprachige Forscher haben dafür einen treffenden Begriff geprägt: „wired but tired" – aufgedreht und gleichzeitig völlig ausgelaugt.

Lange war unklar, was hinter diesem paradoxen Zustand stecken könnte. Inzwischen verdichten sich Hinweise, dass bei einem Teil der Long-Covid- und ME/CFS-Betroffenen eine Schieflage im Zusammenspiel anregender und hemmender Signalwege im Gehirn eine Rolle spielen könnte: Das „Gaspedal" des Nervensystems läuft offenbar auf zu hoher Drehzahl – und die „Bremse" greift nicht stark genug.

Wichtig vorweg: Die Forschung steht hier am Anfang. Die Studien sind klein, viele Befunde sind explorativ. Aber sie liefern erstmals plausible biologische Modelle für Beschwerden, die jahrzehntelang als „unerklärlich" galten – und damit Hypothesen, an denen die Wissenschaft jetzt weiterarbeiten kann.

Gaspedal und Bremse: Wie das Gehirn normalerweise funktioniert

Stellen Sie sich Ihr Gehirn wie ein Auto vor. Damit es funktioniert, braucht es zwei Dinge: ein Gaspedal, das Aktivität erzeugt, und eine Bremse, die diese Aktivität wieder herunterfährt. Im Gehirn übernehmen diese Aufgaben sogenannte Neurotransmitter – chemische Botenstoffe, die zwischen Nervenzellen Signale übertragen.

  • Glutamat ist das Gaspedal. Es ist der wichtigste anregende (exzitatorische) Botenstoff im Gehirn. Ohne Glutamat keine Aufmerksamkeit, kein Denken, kein Lernen.
  • GABA (Gamma-Aminobuttersäure) ist die Bremse. Sie ist der wichtigste hemmende (inhibitorische) Botenstoff. GABA sorgt dafür, dass das Gehirn zur Ruhe kommt, dass wir entspannen, einschlafen und nicht von jedem Reiz überwältigt werden.

Im gesunden Gehirn arbeiten Gaspedal und Bremse fein abgestimmt zusammen. Bei Long Covid und ME/CFS spricht einiges dafür, dass diese Balance bei einem Teil der Betroffenen gestört ist – mit zu viel Anregung und zu wenig Bremsung.

Was die aktuelle Forschung zeigt – und was sie noch nicht zeigt

Erhöhtes Glutamat im Gehirn: eine Pilotstudie aus Australien

Eine australische Forschergruppe um Dr. Kiran Thapaliya vom National Centre for Neuroimmunology and Emerging Diseases der Griffith University hat 2025 eine Studie im American Journal of Medicine veröffentlicht. Mittels Magnetresonanzspektroskopie (einer speziellen MRT-Technik, mit der man chemische Stoffe im Gehirn messen kann) untersuchten die Forscher drei Gruppen:

  • 17 Menschen mit Long Covid
  • 17 Menschen mit ME/CFS
  • 10 gesunde Kontrollpersonen

Bei beiden Patientengruppen waren die Glutamat-Spiegel im posterioren cingulären Cortex – einer Hirnregion, die unter anderem mit Aufmerksamkeitssteuerung, Selbstreferenz und kognitiver Verarbeitung in Verbindung gebracht wird – signifikant höher als bei den gesunden Kontrollen. Bei Long-Covid-Patient:innen war zusätzlich der Wert von N-Acetyl-Aspartat erhöht. Die neurochemischen Werte korrelierten mit der von den Betroffenen selbst angegebenen Symptomschwere.

Wichtig zur Einordnung

Es handelt sich ausdrücklich um eine Pilotstudie mit kleiner Stichprobe. Die Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen Glutamat-Werten und Symptomschwere, aber sie beweist keine Ursache-Wirkungs-Beziehung. Größere Studien müssen folgen, bevor man von einem gesicherten Befund sprechen kann.

Mehr „Andockstellen" für Glutamat: eine PET-Studie aus Japan

Eine zweite, ebenfalls beachtete Studie kam 2025 aus Japan. Das Team um Prof. Takuya Takahashi an der Yokohama City University nutzte ein neuartiges PET-Bildgebungsverfahren (mit dem Tracer [11C]K-2), um direkt im lebenden Gehirn die Dichte sogenannter AMPA-Rezeptoren sichtbar zu machen. AMPA-Rezeptoren sind die wichtigsten Andockstellen für Glutamat – sozusagen die Empfänger des „Gas-Signals".

Die Forscher untersuchten 30 Long-Covid-Patient:innen mit anhaltenden kognitiven Beschwerden („Brain Fog") und verglichen sie mit 80 gesunden Kontrollpersonen. Bei den Long-Covid-Betroffenen war die Dichte der AMPA-Rezeptoren in weiten Teilen des Gehirns erhöht. Die Höhe der Rezeptordichte hing mit der Schwere der kognitiven Beeinträchtigung zusammen.

In dieser Studie erreichte die Klassifikation eine Sensitivität von 100 % und eine Spezifität von 91,2 %. Das klingt spektakulär – und ist es methodisch auch – aber:

Wichtig zur Einordnung

Die Autor:innen selbst betonen, dass diese Werte aus einer einzelnen Studie stammen und in größeren, unabhängigen Kohorten validiert werden müssen, bevor man von einem klinischen Diagnosetest sprechen kann.

Hinzu kommt: Der Tracer [11C]K-2 ist 11C-markiert – diese Markierung hat eine sehr kurze Halbwertszeit und ist nur an wenigen spezialisierten Zentren weltweit einsetzbar. Die Autor:innen diskutieren längerlebige 18F-Tracer als nächsten Schritt für eine mögliche breitere Anwendung.

Die Studie ist also ein wichtiger Hinweis darauf, dass Brain Fog mit messbaren biologischen Veränderungen einhergehen kann – sie ist aber kein flächendeckend verfügbarer Test, und sie wurde in dieser Form bisher nur an einer einzelnen Patientengruppe in Japan durchgeführt.

Die Astrozyten-Hypothese: ein plausibles Modell, kein gesicherter Ablauf

Aber warum gerät das System überhaupt aus der Balance? Hier kommen die Astrozyten ins Spiel – sternförmige Helferzellen im Gehirn, die in der Regulation von Glutamat und GABA eine wichtige Rolle spielen. Sie nehmen Botenstoffe nach getaner Arbeit wieder auf und geben sie recycelt zurück an die Nervenzellen.

Bei der bei ME/CFS und Long Covid diskutierten Neuroinflammation (einer leichten, chronischen Entzündung im Nervensystem) werden entzündungsfördernde Botenstoffe – sogenannte Zytokine – freigesetzt. Ein mögliches Modell lautet: Entzündliche Signale könnten Astrozyten und Mikroglia (die Immunzellen des Gehirns) beeinflussen, dadurch die Glutamat-Homöostase stören und indirekt auch hemmende Signalwege schwächen. Die Folge wäre ein Übergewicht der Anregung über die Hemmung.

Diese Mechanismen werden in einem aktuellen Übersichtsartikel von Prof. Klaus Wirth und Prof. Carmen Scheibenbogen (Charité Berlin) ausführlich diskutiert (Preprint, Januar 2026). Wichtig: Es handelt sich um einen Review-Artikel mit Hypothesencharakter, nicht um eine neue klinische Interventionsstudie. Das Modell ist plausibel und gut argumentiert – aber es bleibt vorerst ein Modell.

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Was bedeutet das für Sie als Betroffene:r?

Wenn ein Übergewicht anregender gegenüber hemmenden Signalwegen tatsächlich eine Rolle spielt, dann passen viele typische Beschwerden in dieses Bild:

  • Schlafstörungen und nächtliche Übererregung – das Gehirn kommt nicht zur Ruhe.
  • Reizüberflutung – jedes Geräusch, jedes Licht trifft mit voller Wucht, weil hemmende Schaltkreise möglicherweise schwächer arbeiten.
  • Brain Fog und Konzentrationsprobleme – ein chronisch übererregtes Gehirn verarbeitet Informationen schlechter.
  • Innere Unruhe trotz Erschöpfung – das berühmte „wired but tired"-Gefühl.

Die Beschwerden passen damit zu biologischen Modellen einer gestörten Reizverarbeitung und neuronalen Übererregbarkeit. Was die Forschung nicht zeigt: dass „zu viel Glutamat" die Ursache von Long Covid oder ME/CFS ist. Was sie zeigt: dass bei einem Teil der Betroffenen messbare Veränderungen in exzitatorischen Signalwegen auftreten können – und dass diese mit Symptomschwere zusammenhängen. Ob diese Veränderungen Ursache, Folge oder Teil eines größeren Krankheitsnetzwerks sind, ist noch offen.

Therapieansätze: Was diskutiert wird – und was Sie wissen müssen

Wichtig: Es gibt aktuell keine gesicherte, kausale Therapie über den GABA/Glutamat-Weg. Was es gibt, sind symptomorientierte Ansätze, die ärztlich geprüft werden können – mit unterschiedlich guter Evidenz und unterschiedlich klaren Risiken.

1. Benzodiazepine: klinische Erfahrung, keine große Studienbasis

In der ME/CFS-Versorgung werden niedrig dosierte Benzodiazepine, etwa Clonazepam, gelegentlich bei schwerer Schlafstörung, Übererregung, Restless Legs oder Myoklonien eingesetzt. Das beruht vor allem auf klinischer Erfahrung und symptomorientierten Empfehlungen, nicht auf großen randomisierten Studien.

Die neue Forschung liefert eine plausible Erklärung, warum diese Substanzen bei manchen Betroffenen helfen könnten: Benzodiazepine verstärken die GABA-Wirkung und gleichen so möglicherweise das gestörte Verhältnis zwischen Glutamat und GABA aus.

Wichtig: Benzodiazepine bergen ein Abhängigkeits- und Toleranzrisiko, können Stürze begünstigen und in manchen Fällen Fatigue und kognitive Beschwerden sogar verschlechtern. Sie gehören ausschließlich in ärztliche Hand und werden in seriösen ME/CFS-Empfehlungen nur unter sorgfältiger Abwägung diskutiert.

2. AMPA-Rezeptor-Antagonisten (z. B. Perampanel): reine Forschungshypothese

Die japanische PET-Studie hat einen bisher kaum beachteten Therapieansatz in den Fokus gerückt: Wenn zu viele AMPA-Rezeptoren das Glutamat-Signal verstärken, könnten Medikamente, die diese Rezeptoren blockieren, theoretisch helfen. Die Autor:innen der Studie nennen Perampanel – ein Epilepsie-Medikament – ausdrücklich als möglichen Forschungskandidaten.

Wichtig: Für Long Covid oder ME/CFS gibt es keine etablierte Perampanel-Therapie. Dieser Ansatz ist eine Forschungsfrage, keine Empfehlung. Perampanel kann erhebliche neuropsychiatrische Nebenwirkungen haben (unter anderem Reizbarkeit, Aggressivität, Stimmungsveränderungen) und ist kein harmloser „Brain-Fog-Blocker". Eine Anwendung außerhalb der zugelassenen Indikation kommt – wenn überhaupt – nur nach sehr sorgfältiger ärztlicher Abwägung in Frage.

3. Niedrigschwellige Ansätze: biologisch plausibel, klinisch wenig belegt

In der Patient:innen-Community werden mehrere Strategien diskutiert, die das GABA-Glutamat-Gleichgewicht unterstützen sollen. Wichtig: Für keine dieser Optionen gibt es bisher gute Studien speziell bei Long Covid oder ME/CFS. Das schließt einen individuellen Nutzen nicht aus, aber es bedeutet, dass alle Empfehlungen auf indirekten Argumenten beruhen.

GABA als Nahrungsergänzung

GABA als Supplement ist biologisch naheliegend, klinisch aber nicht gut belegt. Die Forschung ist sich uneinig, ob oral aufgenommenes GABA in relevanter Menge die Blut-Hirn-Schranke überwindet. Mögliche Effekte könnten auch über die Darm-Hirn-Achse, periphere Signalwege oder Entspannungs- bzw. Placeboeffekte zustande kommen. Patientenberichte sind individuell wertvoll, ersetzen aber keine kontrollierte Evidenz.

Glycin

Für Glycin gibt es kleinere Humanstudien zur Schlafqualität bei Menschen mit Schlafproblemen, mit Verbesserungen subjektiver und objektiver Parameter. Spezifische Studien bei Long Covid oder ME/CFS fehlen. Glycin gilt im Allgemeinen als gut verträglich, aber die Übertragbarkeit auf Long Covid/ME/CFS ist offen.

Quercetin

Das Pflanzenflavonoid Quercetin hat in Laborstudien mastzellstabilisierende und entzündungshemmende Eigenschaften und wird in der Long-Covid-Community häufig genannt – besonders bei Verdacht auf eine begleitende Mastzellaktivierung (MCAS). Solide klinische Studien speziell zu Long Covid fehlen.

Ketogene Ernährung und Beta-Hydroxybutyrat (BHB)

Eine 2024 in Cell Discovery veröffentlichte Studie (Qiao et al.) hat gezeigt, dass eine ketogene Diät die Umwandlung von Glutamat in GABA fördern kann. Verantwortlich dafür ist der Ketonkörper Beta-Hydroxybutyrat (BHB). Allerdings: Diese Studie wurde in einem Epilepsie-Modell durchgeführt, ein Großteil der mechanistischen Daten stammt aus Tier- und Zellexperimenten. Der Mechanismus ist interessant, aber für Long Covid und ME/CFS bisher nicht klinisch belegt.

Wichtig: Ketogene Ernährung ist kein harmloser Lifestyle-Trend. Sie kann bei ME/CFS wegen Energiehaushalt, Gewichtsverlust, Dysautonomie, Magen-Darm-Problemen, Elektrolytverschiebungen oder bei Vorgeschichte von Essstörungen problematisch sein. Exogene Ketone (BHB-Salze) können Magen-Darm-Beschwerden verursachen und liefern je nach Produkt erhebliche Mengen Natrium, Kalium oder Calcium. Bei schwer Erkrankten, Untergewicht, Diabetes, Nierenproblemen, Essstörungsvorgeschichte oder ausgeprägter Dysautonomie sollte eine ketogene Ernährung nicht ohne medizinische Begleitung ausprobiert werden.

Vitamin B6: Vorsicht bei der Dosierung

Damit der Körper Glutamat in GABA umwandeln kann, braucht er Vitamin B6 (in seiner aktiven Form Pyridoxal-5'-phosphat) als Cofaktor. Eine ausreichende Versorgung ist deshalb biochemisch sinnvoll.

Wichtig: Vitamin B6 sollte nicht hoch dosiert in Eigenregie eingenommen werden. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat den tolerierbaren oberen Aufnahmewert für Erwachsene auf 12,5 mg pro Tag gesenkt; übermäßige B6-Aufnahme ist mit peripherer Neuropathie (Nervenschäden) verbunden – paradoxerweise also mit genau den neurologischen Symptomen, die viele Long-Covid-Betroffene ohnehin haben. Sinnvoll ist: einen Mangel ärztlich abklären lassen, Dosierung niedrig halten und Supplemente mit Ärztin/Arzt oder Apotheke prüfen.

Magnesium

Magnesium beeinflusst die neuromuskuläre Erregbarkeit und interagiert mit glutamatergen Signalwegen, insbesondere mit NMDA-Rezeptoren. Bei Krämpfen oder nachgewiesenem Mangel kann eine Prüfung der Magnesiumversorgung sinnvoll sein. Manche Long-Covid-Betroffene berichten, dass sie nach Infektionen oder bei Symptomverschlechterung mehr Magnesium benötigen als zuvor – das ist ein leicht zu prüfender und in moderaten Dosen meist gut verträglicher Ansatzpunkt.

Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen sollten

  1. Wenn Sie sich „wired but tired" fühlen, wenn Sie nicht schlafen können trotz totaler Erschöpfung, wenn Geräusche und Licht Sie überwältigen – Ihre Beschwerden passen zu biologischen Modellen einer gestörten Reizverarbeitung und neuronalen Übererregbarkeit. Sie sind nicht „eingebildet". Aber: Die Forschung steht hier am Anfang, und ein einzelner Test, der Long Covid oder ME/CFS sicher diagnostiziert, existiert (noch) nicht.
  2. Es bewegt sich etwas. Charité-Forscherin Carmen Scheibenbogen, Pharmakologe Klaus Wirth, japanische PET-Forscher, australische MRT-Spezialisten – immer mehr Wissenschaftler:innen weltweit arbeiten an genau diesen Mechanismen. Die ersten Studien sind klein, aber sie weisen in eine ähnliche Richtung. Das Bild wird Schritt für Schritt klarer.
  3. Es gibt symptomorientierte Ansätze, die ärztlich geprüft werden können – aber noch keine gesicherte, kausale Therapie über den GABA/Glutamat-Weg. Einige Substanzen (Benzodiazepine, AMPA-Antagonisten) existieren bereits für andere Indikationen, sind für Long Covid/ME/CFS aber nicht etabliert. Andere Optionen (Glycin, Magnesium, ggf. ketogene Ansätze) sind biologisch plausibel, aber spezifisch nicht belegt. Bei manchen (Vitamin B6 in hoher Dosis) sind die Risiken größer als die Chance auf Nutzen.
  4. Das Verständnis möglicher neurochemischer Mechanismen hinter Long Covid und ME/CFS macht klar, dass diese Erkrankungen physiologisch sind. Sie sind nicht „eingebildet", nicht „depressiv", nicht „zu wenig motiviert". Sie haben biologische Grundlagen, die man Schritt für Schritt verstehen lernt – und an denen die Forschung weltweit arbeitet.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und Aufklärung. Er ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprechen Sie alle therapeutischen Schritte – ob Medikamente, Off-Label-Anwendungen oder Nahrungsergänzungsmittel – mit einer Ärztin oder einem Arzt ab, idealerweise mit Erfahrung in Long Covid oder ME/CFS. Setzen Sie keine verschriebenen Medikamente eigenmächtig ab und beginnen Sie keine Eigentherapie ohne Rücksprache.

Die genannten Studien sind aktuelle Forschungsbeiträge, teils Pilot- oder Preprint-Studien. Aus einzelnen Studien lassen sich keine therapeutischen Empfehlungen ableiten.

Quellen

  1. Wirth, K. J., & Scheibenbogen, C. (2026). Imbalance of Excitatory and Inhibitory Neurotransmitter Systems in ME/CFS and Long COVID. Preprint, Preprints.org. doi:10.20944/preprints202601.2170.v1
  2. Thapaliya, K., Marshall-Gradisnik, S., Eaton-Fitch, N., et al. (2025). Imbalanced Brain Neurochemicals in Long COVID and ME/CFS: A Preliminary Study Using MRI. American Journal of Medicine, 138(3), 567–574. doi:10.1016/j.amjmed.2024.04.007
  3. Fujimoto, Y., Abe, H., Eiro, T., et al. (2025). Systemic increase of AMPA receptors associated with cognitive impairment of long COVID. Brain Communications, 7(5), fcaf337. doi:10.1093/braincomms/fcaf337
  4. Qiao, Y. N., Li, L., Hu, S. H., et al. (2024). Ketogenic diet-produced β-hydroxybutyric acid accumulates brain GABA and increases GABA/glutamate ratio to inhibit epilepsy. Cell Discovery, 10, 17. doi:10.1038/s41421-023-00636-x